Ab 2020 ergeben sich Änderungen für eine Förderung oder Zuschüsse durch die KfW-Bank und/oder das BAFA.  Dies gilt sowohl für eine neue Heizung als auch für die Gebäudehülle. 

Hausbesitzer und Sanierer profitieren künftig von höheren Fördergeldern. Die Höhe der Förderung für Einzelmaßnahmen und die Sanierung zum Effizienzhaus wird attraktiver. Heizungsanlagen die auf Basis erneuerbarer Energien wirtschaften erhalten einen höheren Zuschuss. Auch die Vor-Ort-Energieberatung soll für eine neutrale und gewerkübergreifende Beratung höher bezuschusst werden. 

Überblick über die Neuerungen bei der Förderung:

Für Fenster, Dach und Fassade sowie für Effizienzhäuser wird die Förderung der KfW-Bank ab dem 24.01.2020 um 10 % angehoben. 20 % KfW Förderung können als Zuschuss beantragt werden. Die Antragstellung ist über einen zugelassenen, zertifizierten Energieeffizienz-Experten zu erledigen. 

 

Seit dem 01.01.2020 werden keine Brennwertheizungen mehr gefördert. Das Heizungspaket und Lüftungspaket (KfW Zuschuss 15 %) wird eingestellt.

 

Öl-Brennwertgeräte werden nicht mehr gefördert. Gas-Brennwertgeräte werden mit 20 % gefördert, wenn diese „renewable ready“ (bereit für erneuerbare Energien) sind. Das bedeutet, dass der Einbau einer Brennwertheizung bereits die Einbindung z. B. einer solarthermischen Anlage berücksichtigt. Ein Pufferspeicher müsste demnach bereits entsprechend geplant und installiert werden. Hausbesitzer müssen dann innerhalb von 24 Monaten das Heizsystem um Solarkollektoren ergänzen.

 

Eine Förderung für das Heizen mit erneuerbarer Energien kann seit dem 02.01.2020 über das BAFA beantragt werden (MAP - Marktanreizprogramm). Die Höhe für einen Zuschuss liegt zwischen 20 % und 45 %. Die Einbindung eines Energieberaters ist nicht mehr Voraussetzung.

 

Die Brennstoffzelle wird als einziges Heizsystem weiterhin über die KfW-Bank in Programm 433 gefördert. Das Beantragen der Förderung muss weiterhin über einen zugelassenen Energieberater erfolgen.

 

Sogenannte Hybridheizungen werden mit 30% Zuschuss gefördert, wenn die erneuerbare Wärme mindestens 25 Prozent der Heizlast abdeckt. Wird das Heizsystem auf ausschließlich erneuerbarer Energie basieren, wird dies mit 35 Prozent bezuschusst.

Eine alte Ölheizung die auf ein hybrides Heizungssystem umgerüstet wird, erhält sogar 40 % an Förderung. Wenn die Umrüstung komplett auf "erneuerbar" erfolgt, beträgt die Förderung 45 %.

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Die wichtigsten Änderungen für eine Förderung durch das BAFA für Heizen mit erneuerbaren Energien und für einen Zuschuss bei der KfW ab 2020 im Überblick.

Förderung bei KfW und BAFA ab 2020 BAFA
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
(Förderung in Prozent)
KfW
Kreditanstalt für Wiederaufbau
(Förderung in Prozent)
Heiztechnik
Öl-Brennwertheizung X X
Gas-Brennwertheizung X X
Gas-Brennwertheizung "renewable ready"
Vorbereitung zur Nachrüstung
z. B. einer solarthermischen Anlage
20 % X
Solarkollektoren 30 % X
Hybridheizung
z. B. Gas-Brennwert mit Luft-Wärmepumpe
(erneuerbarer Anteil muss mindesten 25 % betragen)
30 % X
Öko-Heizung
100 % regenerative Energien
z. B. Pelletkessel + Solarthermie
35 % X
Umrüstung Ölheizung auf Hybridheizung
"Austauschprämie"
z. B. Gas-Brennwert mit Solarthermieanlage
(erneuerbarer Anteil muss mindesten 25 % betragen)
40 % X
Umrüstung Ölheizung auf Öko-Heizung
100 % regenerativ
z. B. Wärmepumpe + Photovoltaik
(PV wird nicht über BAFA gefördert)
45 % X
Brennstoffzelle X gemäß KfW Programm 433
Gebäudehülle
Fenster
Fassadenfenster und Dachfenster
X 20 % ab dem 24.01.2020
Dämmung
Fassade, Geschossdecken und Dach
X 20 % ab dem 24.01.2020
Effizienzhäuser
jeweils in den einzelnen Effizienzhausstufen
(max. Kreditbetragt steigt auf 120.000 €)
X 25 - 40 % ab dem 24.01.2020
Energieberatung
BAFA-Vor-Ort-Beratung
(individueller Sanierungsfahrplan)
80 %
vermutlich ab dem 2. Quartal 2020
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